Seefahrt 2012

VÖGLFOUCHER

In der Nacht mit Gottes Segn
will sich der Klaus zur Leni legn.
doch dass der Klaus nit zui‘ kunnt
dafür sorgt der nuie Hund.

Geasch durch die Tür, riachsch du a Gschmach’l
wia unterm Bett die volle Kochl.
Gea Ralf – die Leit dia red’n lei so
du brauchsch auf koan Fall – a nuis Klo!

Die Zirler hattn – gonz verzwickt
ins ollerhond gern umma g‘schickt.
In Abfall g’haltets enk, ös Schlauchn,
die Sänger, ja, dia kemmer brauchn.

Die Ingrid Vent – rundum gepflegt
sich eine Gurkenmaske legt.
Tuasch du dabei a Schlaf’l halten
schreck’sch spater au – mit no mehr Falten!

Gemeinderout und Mesnerdienst
isch eppes für die Mannder.
Ös Mitteramiller Weiberleit
brings gor olls durcheinander.

Nach der Arbeit geht man schnell
zu Sinos Weihnachtshaltestell‘.
Schmeißt die edlen Vorsätz weck
und sauft si zua – für‘n guaten Zweck

Gern tuat der Markus fensterln giahn,
wos hat ihm dös gebro-oucht,
weil grod beim Eichnschliafn schian
habn ihn die Schandi gfo-oucht!

Der Müller Ernst zum M-Preis fohrt
sechs leere Flasch’ln mit an Bord.
„Verdorben“ – sagt er – „war das Bier!
i mecht sechs volle iatz dafür!“

Bein Knapp – glei untern Birnbam drein
gibt sich die Welt ein Stelldichein.
und wenn Kohlschwarze drunter sein,
tuat dös die Hofer nou mehr g’frein!

RITTERSLEIT

Im Saal koa Strom – die Sänger fluachen
und tian im Dunkeln Sich’rung suachen.
Der Schulwart hockt bein Bier sich un
Deis geat ihn wirklich a nix un!

Koa Geld vom Land – a harter Brock’n
die Schualsanierung kimmt ins Stock’n.
Nur ganz, ganz wianig tat’s verteuern
den Schulwart a nou runderneuern!

Am Gigglberg ein Marder rennt
wampet, fett und dekandent.
Beim Frundl woaß er – ohne G’scher
dou giahn oft Kaiserhenndln her.

Für den Pualach Pepi- Ritter
war dös letzte Jahr recht bitter:
Der Hantschig hat mit guatn Gwissn
die Hos’n z’sammt’n Geld verschmissen.

Achtung, Achtung – hört men’s schallen
Verkehrstafeln in Inzing fallen.
Für Leute beiderlei Geschlecht’s
kimmt künftig der Verkehr von rechts.

Beim Teilwald gibt es für und wider
die oan sein stur – die ondern zwider
Und iatz isch’s so – dou macht’s ind speib‘n
dass die Wianer tian entscheid‘n.

Gemeindechef und Dorf-Christbam
Nou nia so trefflich z’sammpasst ha’m:
Hoach und schmoul der Hattinger,
broat und kurz in Inzing der.

Inser Nadine, dös schmole Geaßl;
hot gsungen wia a Tonnameasl
Bein Song Contest – mir sougn’s frisch
für ins die Beste gwes’n isch.

Westreicher Chris und Markus Egger
mei sein dös zwoa nette Kneter;
Z’Fronleichnam sein sie – ungelogen
beim scharfn Egg durch‘s Fenster g’flogen

AUF DER SEE

Ein Diakon wurde geweiht
und kemmen sein recht viele Leit
darunter viele prominent
und Oane hun am Gruch‘ i kennt.

Ins’re Jager ham koa Zeit,
liegn liaber bei die Weiberleit
drum hattn sie’s hålt sehr begriaßt,
dass sich deis Roatwild selber schiaßt.

Die Seefeld-Musig spielt so laut,
dass es den Chor håt nieder ghaut
die Judith håt ihr Stimm erhob´n,
um die Kapelle NICHT zu lob´n.

In Pepi graust voar‘n Algenschleim,
drum baut an coolen Pool er ein
kurz darauf er wieder spinnt,
weil’s algenfreie Schwimmbad rinnt.

Von die Klötzler heart men Såch’n
Na, dou kunn i nimmer låch´n
der Simon wurde wieder g’wählt,
weil ihn sei Schetti nimmer quält.

In Tennen drein a Brett bricht ou,
der Seppi saust durch´s Loch hinou
„Håt´s weah tun?“ schreit der Heinz derhou
„I woaß es nit, i fliag jå nou!“

Tribüne neu wird eingeweiht
Koa Fuaßbållspieler weit und breit
warum taucht dou heit koaner au?
Jå, sein dia epper alle blau?

In an Hotel nit weit vom Meer
Dou hupft a Manndl hin und her
pudlnåcket – so a Fåck,
Haider Karl, hoaßt der Såck.

A Jakobspilger mit Gewiss´n
muaß bei an Wasser oans lei wiss’n
dou schmeißt men koane Stoar hinein,
am End´ schwimmt inser Pfarrer drein.