Seefahrt 2002

VÖGLFOUCHER

Christinchen isch iatz in Karenz, obwohl der Peter Hofrat Stenz
von einer Schwangerschaft nix woaß – die Möglichkeit war eh nit groaß!

A Liveband kost’ an Haufn Geld, dös leider nicht vom Himml fällt.
Doch inser Musig bringt dös z’samm – Ein Countryfest mit Sparprogramm.

In Pfarrer seine Kitl richten, nou schnell a nuie Lesung dichten,
Glogg’n schmirn und Klingel beitlen – iatz kämpft der Franz, es liabn Leitlen.

Der Pfarrer in der Klinik lag – mei war’s do in der Kirchen stad;
da eilt – die Ruhe war vorbei – der Halleluja – Paul herbei.

Im Gleirschertoul hoach überm Wald – A Gamsbock steaht – und der werd alt!
Es geaht im derazwögn so guat, weil ihn der Franz allm fahlen tuat.

Im Altersheim – mei dös isch schian – siechsch z’ Oastern nou in Christbam stian.
Sie toan – dös fallt koan Menschn au – statt Kerzn – Oastereier drau.

Die Musig braucht an nuien Besn – Als Obmann – wia`s der Bertl gwesn.
Alls hat sich um den Postn grissn, fragt’s grad den Sino – der werd `s wissen.

Dem Bernhard in der Kircha drein, dem bleibt die Pappn offen –
in Pfarrer seinem Messwein drein a Fluiga isch dersoffen.

Im Fuirwehrhaus a Festl steigt – die Nacht sich schon zum Ende neigt.
Die Mander – vor sie wagglen hoam sich gegenseitig taschen toan.

Spazieren gian, sell war woll fein, Frau Kirchmeir und Frau Müllerlein.
Die Besamungsstation dei miaßt `s holt meiden – enk toan die Jungstier schwar derleiden.

Im Gipfelbuch da kann man lesen: „Der Männerchor ist da gewesen“.
Die Wildspitz – wia a schiane Frau – sinsch warn dia Mander nia derhau.

Es klingt aus unserm Altersheim gar lieblich Kurtis Stimmelein:
„Ihr Kinderlein kommet – oh kommet doch all,
’wer macht’, sogt der Rudl, ‚heit so an Drawall?“

RITTERSLEIT

Der Kurt iatz bald in Urlaub fahrt! Dafür hat er a 3 Jahr g`spart.
zwoa Freind fahrn mit – soviel ich weiß – der Lagler Fritz und Klausi Heiss.

Die Schützenschar in voller Pracht – gottlob der Adolf schreit „Habt’ acht!“
Da staunt sogar der Königsmann – aus dem fernen Kirgistan.

Die Ringer dauernd gwinnen tian, und soweit war dei Gschicht nou schian.
Zum Auf stieg in die nächste Liga – ham sie zwar Schneid – jedoch koan Flieda.

Kaum steaht a nuis Gemeindehaus, wert glei wieder a Baustell’ draus.
I moan dou drein wert zuviel glogen; und desweg’n hat’s deis Dach verbogen.

Schreib’n, lesnen, rechnen gar, lernen’s nimmer – so wias war.
In Volks- und Hauptschual wert nix gred’t – a jeder surft im Internet.

Dös Pfarrerla werd langsam alt, so mancher Finger isch schu kalt;
hat warme Händ – ein Wunder gar? Na – Heizdecken am Volksaltar.

Und inserm Dorfschulmeisterlein – mei den dunkt halt die Arbet fein!
er vor der Schual – mir ham `s derfragt – oan Salto nouchn andern schlagt.

Tenöre siecht men umaflacken, Bässe zirchlen wia die Facken
`s isch kein Bericht vom Krankenhaus – das Vereinturnier isch aus.

Man konnte ihn erkennen kaum – Hattings huirign Weihnachtsbaum!
Die halben Liachlen ham’ se gsport! Megsch du do wohnen – in den Ort?

Der Peter wachtelt nimmermehr – vor ins’rer Musig hin und her.
Dou wagglt nämlich iatz voran – a Gschnitzer namens Florian.

„Auf mein Weg habts ös nichts verlorn“, so schreit der Hangl voller Zorn.
Die Schandi redn ihm nit viel drein – lei suacht er iatz sein Führerschein.

AUF DER SEE

Stundenlang und ganz allein – isch Lahnbach in der Kircha drein.
Vielleicht will er für Sünd’n biaßen – Na – er tuat lei Taubn schiaßen.

Der Rous’n isch kampelt – die Staud’n poliert, men hat insern Toni reaktiviert.
Den Norggl stell’n mir un ganz schnell – als wandelnde Verkehrsinsel.

Der Phillip Heel a Roas hat g’mocht, nach Irland – und – was hat dös brocht
Wous hat denn der studiert mit Fleiß? – Hat Grint und Grita voller Leis!

Ganz rührig – die Gastronomie: Die Evi sagt: „Deis Lamm führ i!“
„Und i führ“, sagt der Franz voll Trotz, „oft stundenlang den Gasthof Klotz.“

Die Bandscheibn und die Prostata, sein repariert – hipp, hipp hurrah!
Dös Pfarrerla isch nimmer krank – iatz singt er wieder – Gott sei dank!

Die Lehrer an die Tafel schreiben, mit abwaschbaren Tafelkreiden.
Frau Heel verewigt ihre Schrift – mit unlöschbarem Markerstift.

In Kitz am Horn – die Weg sein krumm, da irrt ein Radelrenner rum.
An Kompass braucht im nuien Johr – der Draxl Hansjörg – dös isch klor.

Der Fuaßballobmann – kennts nen eh, der köpfelt in den Wolfgangsee.
Bua, der Sea – dös isch a Hund, lei 30 Zanti bis zun Grund.

Im Kirchenchor a nuier Wind, von Toblat her, dou wahnt er lind
die Obfrau – eine flotte Biene – dös isch die Schöfftaler Sabine.

Dia allerschianste Bausubstanz, hat man geraubt uns heuer ganz:
der Schwimmbadpilz – es isch zum Rear’n, hat ruchlos g’miaßt vernichtet wern.

An Eislaufplatz vor ihrem Heim, den richtet sich Frau Lagler ein.
Weil sie bei minus 15 Grad den Streukies weggespritzet hat.

Geah, Lehrer Erler, dös isch leicht, die Sünd verbrennen statt der Beicht.
Gor in der Kircha, ham mer g’gheart! Hat man di deswegn einig’sperrt?