Seefahrt 1982


Licht ins Dunkel für die Drilling,
die in Inzing’s Harlem strampeln
könnte die Gemeinde bringen,
mit Schlaglochlackenotungslampeln.

Schulung muß der Lehner machen,
das ist ‘ne neue Dorfaffäre,
dabei handelt sich’s doch nur
um die Norgel’sche Erziehungslehre.

Auf der Fahrt ins Kärntnerland,
hab’n mir g’sungen wundernett,
doch gab es wahre Beifallsstürme,
für Gspan und Charlis Schnarchduett.

Auf der Alm, da gibts koa Sünd,
hat der Älmausschuß beschlossen,
darum wird – so kann man hören,
der Lanneler jetzt ausigschoss’n.

Mit der Milch in die Zentrale,
kommt der Blitz’n Toni hin,
doch dort wartet er vergebens,
in seiner Kandl war nichts drin.

Bei der Heimfahrt von dem Ausflug,
am Schönberg leerten wir die Blasen,
doch erst in Inzing spürten wir,
daß wir den Adi dort vergaßen.

Einen Rodelkurs mit Lampen,
drauf ist der Ewald ganz versessen,
daß Inzing hat 4 schöne Bahnen
hat der Guate ganz vergessen.

Daß der Fritz jetzt wird ganz vornehm,
ist dem Wanner – Wirt bekannt,
darum wird er fast nur mehr,
“Fritz von Stroganoff” genannt.

In der Kohlstatt isch a Haus,
i moan dou hausen lauter G’spenster,
für die Künstlergeisterkleider,
nemmen sie die Vorhäng von die Fenster.

A alter Stadl der hat brunnen,
die Zirler Feuerwehr ist grennt,
doch bis die Inzinger gekummen,
war der Schupfen schon verbrennt.

Inser Bürgermeister Kurtl
der ließ sich nichts zu Schulden kommen,
drum hat man ihn beim Schützenfest,
als Außischmeißer hergenommen.

Hilfe, Hilfe, hört man’s rufen,
aus der Tscheppa – Schlucht ganz dumpf,
Charli, Kurtl, Gaggi Fasser,
stecken dort im Schnapslsumpf.

Da ihr die Stelle dort beim Norgl,
zuwenig ausfüllend erschien,
ging die Rosl zum Black Bull,
haut die Salatpartie dort hin.

Die erste Autobahn in Inzing,
ist seit kurzem in Betrieb,
sie führt vom Pfriller bis zum Vinzenz,
in Koarls Egon ist des lieb.

Da der Klotz nicht mehr gewillt ist,
den Verkehrsverband zu führen,
tuat der Tortenmacher Ewald,
statt Toag, die Werbetrommel rührern.

Daß die Feuerwehrproben lange dauern,
weils nicht immer so floriert,
ob die Sach auch wirklich wahr ist,
ham a paar Frauen iatz probiert.

Alte Ziegel, Rosl, Anten,
Loam und Latten zu verkaffen,
hat der Friedelberger Hirsch,
die Leit wern sich ums Glumpat raffen.

Grad so glosend hat der Hois,
in der Werkstatt mit den Kumpeln,
wia er ghert hat seinen Wagen,
übern Bichl oirumpeln.

Ein Jeder sauber im Hotel,
genüßlich soll sein G’schäft verrichten,
neue Muscheln baut der Pepi,
auf Sängerwunsch, er wirds jetzt richten.

Einen Sänger zu erzeugen,
braucht es Kenntnis und Potenz,
doch ist heuer es gelungen,
unserm Gilli – Papa – Stenz.

Wann die Jagersleit von Inzing,
ihre Spielhandln verlieren,
tuat sie der Bab’n Seppl suachen,
und heruntertransportieren.

Viele Ecken in die Landschaft
hat man heuer wieder g’setzt,
Pavillon und Flockis Bau,
hab ‘n so manchen leicht entsetzt.

Bald mehr Jager gibt’s als Tiere,
das nennt man heute Dienst am Kunden,
das arme Viech in Wald und Berg,
merkts an seine vielen Wunden.

Kurtl Heel und Edi Walli,
das Führungsduo vom Land Tirol,
bei diesem fröhlich, feuchten Gspanndl,
die ganze Heimat fühlt sich wohl.