Seefahrt 1983

AUF DER SEE

Hasch du Probleme mit die Zähne,
am Dorfplatz obn, da leucht a Stern,
putzen, reißen und plombieren,
dazua redn tuat er gern.

Um Injektionen und Tabletten,
isch in Inzing Konkurrenz,
wer isch z’scherst bei unsre Kranken,
Dr. Hans oder d’Lorenz.

A nuis Gebiß is nit so billig,
da kennt’s die Wennser Paula fragn,
überhaupt wenn man gar zwoa,
beim Fensterputzn hat derschlagn.

Nähmaschinen mit Defekt,
in Inzing sind nun kein Problem,
unser Heinzi schlieft hinein,
um sie von innen anzusehn.

Nach wilde Brezn mit’n Moped,
ziacht man besser Kopfschutz an,
des hat sich zu Herzen gnommen
Postaustrager „Helmi“.

In die Musikschule werden,
unsre Sänger jetzt geschickt,
daß der große Konkurrenzkampf,
mit der Musik uns auch glückt.

Ein schönes Fest wurde gefeiert,
vis a vis vom Wanner dort,
Diamantene und Erbhof,
gibt es nicht in jedem Ort.

Hasch du Eier sei doch glücklich,
hasch du keine sei bereit,
bewege dich in Karawanen,
zum Gaggele Paul – es is net weit.

Bauern laßts enk nit vom Milchhof,
auf die Köpf umanander tanzen,
larts die Milch ins alte Kühlhaus,
nacha brauchts koan Milchkühlpanzen.

Mit alle Tricks und ganz geheim,
so laft man wirklich net davon,
liabe Hattinger tiats drum denken,
was mir für euch habn Guat’s getun.

Packt’s es wirklich mit uns nimmer,
so tiats gar fein die Sparbüchs holn,
so a Scheidung kimmt nit billig,
da isch allerhand zum zahln.

Hilfe, Hilfe, hört mans rufen,
aus der Klamm glei obern Brand,
so ein Rowdy mit dem Ski-doo,
hat die Strecke nicht gekannt.

Auf an Fischteich Samba tanzen
soll der Heinzi nimmer tian
weil sunsch kannt er mit dein Gagger
bei die Fischlein unten stian.

Auf an Fähnrich seine Gsundheit,
schaun die Schützen garantiert,
hab’n sie den degradiert
wegn seine Bandscheibn.

Daß die Jäger lebn g’fahrlig,
woaß der Friedl ziemlich guat,
zuest an fast Suzuki-Absturz,
a andersmal a Schuß in Huat.

Auf der Fahrt in die Toscana,
war’n die Wallschen außern Häuserl,
verursacht hat man es dort,
mit Kirchenjodler Zeiserl.

Pudelnaß und ganz derschrocken,
mußt im Sande grillen,
weil a riesengroße Well’n,
putzt hat seine nuien Brillen.

Daß gar nie sie war’n dahoam,
das Gegenteil hab’n sie bewiesen,
unsre beide,
liessen gesunden Nachwuchs sprießen.

Einzahlt hab’n sie alle fleißig,
für die neuen Gagl-Häuser,
doch das Budget ist jetzt erschöpft,
toan mir de load, die armen Scheißer.

30 Gemeinden hätten in Inzing,
für ihr’n Mull gsuacht a Versteck,
doch es Leit von Gries bis Seefeld,
bittschön kaltets enkan Dreck.

Des Problem mit seinem Müll,
hat der Dejakum längst erkannt,
wird doch der Dreck schon viele Jahre,
auf dem Wiesenhof verbrannt.

Zechn, Gsicht, Popotscherl waschen,
kunnsch im Nirosta-Schwimmbad drein,
und beim nächsten Sängerdorffest,
war’s zum Würstelsieden fein.

Rodelbahn gibts nur mehr oane,
HA – SCHÄ – PU steht im Prospekt,
Hangl – Schärmer – Puelacher,
sind die Väter vom Projekt.

Um des Dorfbild zu verschönern,
fehlt es nicht an Phantasie,
hat doch der Thaler statt an Hausdach,
a Lawinengalerie.

Flugdächer sind nicht Hafeles Stärke,
das hat der Friedl nicht erkannt
um die Tankstell trocken z’legn,
zum Konkurrenz-Wolfi isch er grannt.

Neunzehnhundertzweiunddreißig,
isch geboren,
und es werds es gar net glab’n,
50 Jahr isch er iatz wordn.