Seefahrt 1985

AUF DER SEE

Küßt in Inzing wer den Boden,
is des bestimmt net unser Papst,
sondern lei der Kreuzer Kurtl,
der mit’n Drachn obapatscht.

S’ Schützenheim is hiaz bald fertig,
worden isch es wolten schian,
iatzt bräuchten sie halt no a Patin,
sie solln die Finkin fragen gian.

Um die große Mur zu bannen,
moanat halt der Rainer Maldet,
baut’s nur nit Kreuzwegstationen,
weil a Staud’n mehrer haltet.

Willst die schönsten Unfäll sehen,
muaßt ins Schindeltal du gian,
wenn der Dave zum Brautnachsingen,
die Barackenbar hat stian.

Fritz und Charly und der Seppi,
sein auf Gäulen obengharzt,
bei der Zirler Markterhebung,
mei hab’n da die Rösser gfarzt.

Auch ohne Fluggerät vollendet,
flog vom Pferd Fritz Oberhuber
und vom Stadldach mit Looping,
segelte der Josef Gruber.

Ja des Ticken isch in Inzing,
seit vielen Jahren schon der Brauch
dem Egger habn’s die Ziegel g’stohlen,
trotz Böller, Licht und Wasserschlauch.

Unsre Welt wird immer schlechter,
sagt der Otto unverhohlen,
hat man decht trotz Postenstian,
seinen Traktor ihm gestohlen.

Für die Schokoladenwerbung,
ist des der beste Boden hier,
darum hat der Schärmer Heinzi,
iazt an bunten Milka – Stier.

Um das Altersheim zu bauen,
wurd ein Dorffest angezettelt,
mei sein da die Heimanwärter,
um die Buden ummatrettelt.

Daß die Alten net z’viel saufen,
wurd von den Nonnen kontrolliert,
doch das Bier war schon in Ordnung,
beim hoamgian hab’n sie’s nocha g’spürt.

Hat der Oberacher g’soffen,
ist sein Oberblick begrenzt,
hat decht der Laggl von der Frau,
die Zähnt ins Häusl obi gschwenzt.

Zeugen der Vergangenheit,
vom Turenbichler inszeniert,
sein Auto gheart iaz a dazua,
seit die Tochter s’fahren hat probiert.

Thalers Haus wurd renoviert,
Leute sagt’s is des nit toll,
in der Hauptstraß fahlt iaz nur mehr
die Hütt’n von den Schwestern Stoll.

Zwei Cafe’s die bieten alles,
Drinks, a Zeitung und a Ruah,
im Wanners dort isch niamand drein,
und des Klotz’n, des isch zua.

Teuflisch wurd beim Mutl – Watten,
g’stritten das erfuhren wir,
doch des hätt es gar nit braucht,
s’Viech war eh schon klumperdürr.

Sollten wir vom Klotz’n Friedl,
alle Fehlschuß hier besingen,
müßte man uns einen Tisch,
und für 14 Tag a Jausn bringen.

Isch a Fak im Garten außen,
frißt die Salatköpf, die großen,
nimmt Forstwart’s Nachbar a drum Spritz’n
tuat sie dem Sauviech einistoaßen.

Loipenmaut ist ein Problem,
das dem Neuner Ernst nicht intressiert,
hat er doch in seinem Garten,
einen Rundkurs installiert.

Tua mit Silo – Gstank den Mieter,
liaba Pauli außi bringen,
brauchst dir koane Finger brechen,
wenn’d um d’ Miete du muaßt ringen.

Schurl:
Viel harte Arbeit, laß dir sagen,
hat bestimmt auch ihren Lohn,
drum ging der Axer und der Tschoner,
mit fünfunddreißig in Pension.

Der Nagele Walter hat viel Pech,
haben wir erst jetzt erkannt,
zuerst is ihm die liabe Frau,
dann die Heizdeck’ durchgebrannt.

S’ Alpl Trio flott und heiter,
sing decht mit – a Lackl sauf,
doch ein jedes Stückl hört halt,
mit dem Alpenfrieden auf.

Wahrscheinlich hat der Hundertwasser,
den Wimmer Hans so inspiriert,
Gebharts Haus und auch sich selber,
hat er mit Bio – Sur beschmiert.

Der Wanner Wirt hat es gewagt,
du dummer Ingenieur zu sagen,
darauf hat ihn unser Charly,
zwar gewürgt, doch nicht geschlagen.

Unserm Tierarzt ist’s gelungen,
und der Kurt war ganz bestürzt,
daß die Tragzeit bei den Schafen,
auf 10 Tage wird verkürzt.