🎶 SEEFAHRT 1999
VÖGLFOUCHER
Durch Zell am See – im Schlittschuhschritt – eilt er auf leisen Sohlen
dem Scheiber Peter – glabsch es nit – hot men die Schuche gstohlen!
Beim Bauernmarkt – bei meiner Ehr – dou wersch du blass und blasser!
Vom Berg die Milch und a der Schnaps – hab’n gar nit wianig Wasser.
A Prozession in unsern Dorf – isch alleweil nou schian
a wenn die Musig und die Schitz’n – nit gern im Gleichschritt gian.
Der Schärmer Heinz an Pächter suacht – für’s Viech und für die Gaul
soll vornehm und verläßlich sein – i nahm in Gebharts Paul.
Isch nit vom Schärmer Heinz der Huat – wous dou sou zwieder schmecken tuat.
Denkt’s objektiv – seit’s nit befangen – es sich die Surgruab übergangen.
A Hausfrau werd’s a guate sein – und gscheit für fünfe – zehne
die Würstl’n bei dem Sängerball – die Finkin tuats nit kenne.
Ein Engagement im Freudenthal – die Musik war beflissen
lei hat die Freudenthalerin – dia Tuter außi g’schmissen
A Lackn vor’n Lamplwirt – war af amoul verschwunden
dia hat der Norbert voller Freid – im Keller nocha g’funden.
Fenster groaß im Sitzungszimmer – und Vorhang siegsch du koanen
Transparenz in unsrer Gmoan – i moan / deis tuasch lei moanen.
In 20 Jahr als Gemeinderat – hat ‘s Fritzl guat und gearn
zwoa Wasserpiepen installiert – aus dem kannt eppes wern.
A Denkmal, deis isch gor nit leicht – vom Kirchturm wegzubringen
in 5–6 Jahr mit viel Gekeuch – ein Meter tat gelingen.
RITTERSLEIT
Und der Ritter Kunz der Geier – hat zwoa riesengroaße … Schwerter
wenn sie ihn beim Reiten drängln – laßt er sie neb’nt oi hängln.
Die Frauen sag’n – mit hamm’s vernommen – friah soll a Sänger nicht hoamkommen
Sie bieten erst nach 12 Uhr feil – ein schönes warmes Hinterteil.
Der Sport deis isch a geile Welt – a jeder nur Rekorde stellt.
An ganz an B’sundern ham se auch – ein rießengroaßen Stromverbrauch.
Und der Kurt, der ziacht an Schnouf’l – aukemmen tuat lei mehr Pouf’l
a Musig, Tanz – sogor a Torte – und nocha koane Dankesworte.
Es hat der Lorber einen Hund – und deis isch decht nou lang koa Grund
daß, wous deis Hind’l umischeißt – der Siggl an die Hauswand schmeißt.
Es holt der Werner – Ingenör – per ORF sich Weiber hör
hob’n Geld und Liebe nicht ergattert – sein alle wieder abgeflattert.
Ritter Otto von den Blauen – mei, tuat der sich eppes trauen
hat a Freindin sich ergattert – obwohl sei Schwert’l a schu lattert.
Beim Musigzimmer bei der Stiag’n – hockt a Mand’l – mir tian nit liag’n
a bißl steif und meistens pennen – in Adelshofer wird’s decht kennen.
Dem Pfarrer es noch nicht gelang – daß er a biss’l besser sang
doch kennt er bei der Prozession – außanander Schießen und Läuten schon.
Koa Platz’l bein Altar mehr frei – für Gsang und Musiziererei
es hängt im Prespeterium – vom Strasser Luis die Wäsch herum.
AUF DER SEE
Es stoaßt dir au – türkis und sauer
in Kastler seine Sockelmauer.
Dou wersch du blind und werschs a bleib’n
und tasch am liabsten zuispeiben.
Marand Josef sein dia gscheit
vom Kirchenchor dia Weiberleit
so manche sorgt mit Untergriff
für Meuterei im Kirchenschiff.
In der Alm a Schwarzbau steht
es so ganz gwieß nit weiter geht
des Bienenhaus mitsamt dem Klo
du Wanner Lugg’ – deis reiß mir oh.
Rasenkamplen – Staud’n polieren
so an Schulwart wer’n ma’ nimmer kriagn
um zu der gleichen Leistung z’kemmen
muasch alle 11 Bewerber nemmen.
Muttergottes trag’n isch inser Ehr’
doch fanden nur zwei Sänger her
mit Gottvertrau’n – sie bitten schian
vielleicht kann’t sie heit’ selber giahn.
Der Bürgermoaster isch bekannt
immer mit an schianen Gwant
Doch iatz voll Dreck – der arme Heiter
weil er beim Bua isch Hilfsarbeiter.
Frau Zipper dia wert nia verstian
wia deis beim Pfarrer Lang tuat gian
Ministrantenpfoat lei der bekemmt
wou unten drein a Glöggl hängt.
Isch Bauverhandlung los’n zua
so wia i ‘s bei der Predigt tua
sinsch tuasch dernouch du gar nix wissen
und moansch am End’ du wersch beschissen.
Der Schärmerhof isch wieder offen
die Mander sein schu außigloffen.
Statt Girl’s die dort auf Tischen tanzen
tuat er ins nur mit Pizza pflanzen.
Faltig, wampet, zwianig schian
der Pfarrer woas wous dou isch z’tian
Der Männerchor – ja deis isch klar
der singt iatz nimmer beim Altar.
Der Beiler Franz der kriag an Gneat
ja weil der Rousenmäher steaht.
Mit Nachbar ‘s Zuig kimm’sch a nit weiter
Wenn du koan Strom hasch – armer Heiter.
Die Christl rast durch dunkle Gassen,
dou flüchten Hund und Menschenmassen!
Wen wundert’s, daß sie niamand siacht?
Dia Wilde fahrt mit ohne Liacht.
