🎶 SEEFAHRT 2001
VÖGLFOUCHER
Am Heilign Tog hobns alle fein bei Weihnachtkeks und Kerzenschein;
und Schwaben Hubert – weltentrückt – Angerweg-Asphalt-Löcher flickt.
Bevor i lang die Sitzung schwänz, geh i decht liaber in Karenz
denkt sich der Gstir der alte Hanger, vom PGR wersch woll nicht schwanger.
Die Jager hom an Hochsitz baut, lei derfn’s ihn nit nemmen
weil do muaß zersch die Bauaufsicht, der Fritzl Lagler kemmen.
Beim Lamplwirt die Drogerie, die leitet eine Dame,
und dia macht mit an Probeschuss für Pfefferspray Reklame.
Die Drexlin in der Zeitung tuat die Schützn sagrisch lobn
am End mecht sie der Adolf iaz al Marketendrin hobn.
Beim Angerweg am Dorfeingang fahrt epper hin und her
i glab dass dös die Christl isch, dia suacht in Kreisverkehr.
In seinem oagnen Auto drein a Tischlermoaster gfoucht.
A Spitzenmann war no zun hobn, es Fuasballer tiats ins lei fragen
mir schickn enk den Taakes Peter, vulgo Emanzen-Schienboantreter.
Tombolapreis beim Sängerball – dou trogsch du nit grod schwar;
die Cognakflaschen sagt der Karl, dia warn nämlich laar.
Beim Straßenlampen Oumontiern, hobn si die Hexn denkt:
zum Hoamleichtn dou wern dia in Heel und Lagler gschenkt.
Wer ist denn diese schöne Frau – geah helfts mir decht a bissl!
Mei hat den Sepp der Wunder plagt – und gwesn ischs sei Liesel.
Der Willi und der Siggilein Pariser Damen luden ein
und wia sie nocha hobn brennt, isch ihnen’s Ladl oighängt.
RITTERSLEIT
In Hatting stand ein Christbaum dort, zu groß und schön für diesen Ort
die Zirler Puz einmal nicht träge, dia schneid’nen zruck mit Motorsäge.
Ritters Fritz verwöhnter Hals, sauft iatz a schon langsam alls
schon ohne Schnaps fühlt er sich wohl, mit Wasser und an Schuß Menthol.
Beim Schurl wird big brother gsendet, der Rochus seinen Beitrag spendet
Franz schalt decht des Handy aus, die Mechthild losnt wia a Maus.
Ein Auto durch dös Landl fährt, zwoa hockn innen – hobs dös g’heart?
Und boade sein sa pumperlgsund, links der Pfarrer, rechts der Hund.
Um den Friedensgruß zu schicken, wollt er über Köpfe blicken
drum der Franz der Zwerglritter, erklettert kühn das Kirchengitter.
I woaß in Darfl dös isch wohr, a ganz a schröcklichs Ritterpoor
wia Dick und Doof – holladrio – der Lagler und der Sergio.
Und mit der Zipper Barbara isch schon a nuies Hexl da
weils Theater hat die Obfrau gwexlt, und somit hat sichs ausgedrexlt.
Beim Plaaz wert gschuntn ohne Rast, i moan, der baut gor an Palast!
Mit Kibl lafft er z’nachts beflissen – hobs ös beim Regnen’s Dach ogrissn?
Computerchip für insern Mull – die Gmoa, dia moanet, dös war tull;
bald wern – sie hobn schon diskutiert – die Gagl a nou nummeriert.
Dia sogn, es tat grantig sein, dös lötze Bürgermeisterlein;
es jodelt aber – dös isch gwiß – auf einem Bahnsteig in Paris.
Ritter Kurt – Gemeindeboss – prescht mit sein Paradeross
durchs g’schlossene Garagentor.
AUF DER SEE
Der Fritzl isch a Hilf fürs Darfl, hint und vorn a freundligs Larvl.
laßt´s Schicksal di a Unglück trougn, tuas vorher schon in Lagler soug´n.
Vom Gemeinderot dou hobn sie gnua, der Sino und der Hoisn Bua.
Ihr Mandat hobn’s hingeschmissen und auf die Politik wird gschissn;
Dem Altersheimgendarmen Gstrein kunn dös dechterscht Recht nit sein,
wenn beim ersten Donnerhall die Auto stian im Speisesaal.
Der Bertl – Bua, dös war a Guater – hält Antn sich als Marderfuater;
die Windhund riachn a den Broutn – die Agnes muaß durchs Bachl woutn.
Die ganze Nacht tuat ohne Murren Andrea Winters Auto schnurren.
weil – wenn du mit Benzin nit sporsch, hasch zmorgets a an warmen Orsch.
Der Dornauer alm Hundl hatt, wenn er sie nit dertreten tat;
iatz legt er si – no’r isch a Ruah – a Schildkrout mit an Panzer zua.
Ja, was kommt uns da zu Ohrn, der Richard isch Direktor gworn.
Herrschaftsseitn, iatz werd’s zach, a Hennenstall voll Pfeifnrach.
Scheiß Haustür bisch halt nocher hin, er tuat sie auf mit dem Zeppin;
der Frundl werd dem Schloß nit Herr – a Bastler isch er und nit mehr.
Inzing isch iaz nimmer arm, weil mir hobn gar zwoa SCHÖNDARM
durchs Revier a nuer hetzt – Heppi-Puz nach Zirl versetzt.
Die Mette war um Mitternacht, voll Musik in ganzer Pracht.
und flüssig gsungen haben mir, der Bass sauft Schnaps der Volker Bier.
A Stockerl steht am Hochaltar, grad so als wias für’n Pfarrer war,
und trotzdem isch er no zu kurz, inser kloaner Boden – Pfarrer.
War sie nur halb so guat wia tuier, sie wuret warm wia ’s Fegefuier;
koa Mensch dia Kirchenheizung gspürt – beim Betn dir der Orsch ougfriert.
